Bitcoin – Wikipedia

Bitcoin

Bitcoin (englisch sinngemäß für „digitale Münze“) ist eine digitale Währung, gleichzeitig auch der Name des weltweit verwendbaren dezentralen Buchungssystems sowie die vereinfachende Bezeichnung einer kryptografisch legitimierten Zuordnung von Arbeits- oder Rechenaufwand. [Three] [Four] Überweisungen werden von einem Zusammenschluss von Rechnern über das Internet mithilfe einer speziellen Peer-to-Peer-Anwendung abgewickelt, sodass anders als im herkömmlichen Bankverkehr keine zentrale Abwicklungsstelle benötigt wird. Eigentumsnachweise an Bitcoin können in einer persönlichen digitalen Brieftasche gespeichert werden. [Five] Der Umrechnungskurs von Bitcoin in andere Zahlungsmittel bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage. [6]

Das Bitcoin-Zahlungssystem wurde erstmals two thousand eight in einem unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlichten Dokument beschrieben. [7] Im Jahr darauf wurde eine Open-Source-Referenzsoftware dazu veröffentlicht. [8] Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam mit Hilfe einer Bitcoin-Software [9] verwalteten dezentralen Datenbank (der Blockchain), in der alle Transaktionen verzeichnet sind. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist der Betrieb eines Bitcoin-Clients; alternativ kann auch einer der Online-Dienste genutzt werden (z. B. für mobile Geräte). Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keiner geographischen Beschränkung – ein Internetzugang genügt – und kann länderübergreifend eingesetzt werden.

Mit Hilfe kryptographischer Techniken wird sichergestellt, dass Transaktionen mit Bitcoins nur vom jeweiligen Eigentümer vorgenommen und die Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben werden können. Daher wird Bitcoin auch als Kryptowährung bezeichnet, obwohl der Begriff Währung normalerweise von Staaten emittierte Zahlungsmittel bezeichnet. [Ten] In deutschsprachigen Medien wird auch die Bezeichnung Kryptogeld benutzt. [11] [12] [13]

Inhaltsverzeichnis

Das Konzept von Bitcoin wurde two thousand eight in einem White Paper von Satoshi Nakamoto [14] auf einer Mailingliste über Kryptographie vorgeschlagen. [15] [16] Bisher wurde nicht bekannt, ob der Name für eine Person, ein Pseudonym oder eine Gruppe von Personen steht. Bitcoin basiert auf der Idee einer kryptographischen Währung, die one thousand nine hundred ninety eight von Wei Dai als b-money und von Nick Szabo als bit gold beschrieben wurde. [17]

„Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung. Wir müssen den Banken unsere Privatsphäre anvertrauen, vertrauen, dass sie Identitätsdieben nicht die Möglichkeit geben, unsere Konten leerzuräumen. Ihre massiven Zusatzkosten machen Micropayments unmöglich.

Eine Generation früher hatten Nutzer von Time-Sharing-Computersystemen ein ähnliches Problem. Vor dem Aufkommen von starker Verschlüsselung mussten die User sich auf Passwortschutz für ihre Daten verlassen und dem Systemadministrator vertrauen, dass dieser ihre Informationen vertraulich hielt. Diese Privatsphäre konnte jederzeit aufgehoben werden, wenn der Administrator zu dem Schluss kam, dass sie weniger wog als andere Belange, oder auf Anweisung seiner Vorgesetzten. Dann aber wurde starke Verschlüsselung für die Masse der Nutzer verfügbar, und Vertrauen war nicht länger nötig. Daten konnten auf eine Weise gesichert werden, die einen Zugriff durch Dritte – egal aus welchem Grund, egal mit wie guten Entschuldigungen, egal was sonst – unmöglich machten.

Es ist Zeit, dass wir dasselbe mit Geld machen. Mit einer elektronischen Währung, die auf einem kryptografischen Beweis beruht und kein Vertrauen in Mittelsmänner benötigt, ist Geld sicher und kann mühelos transferiert werden.“

Das Bitcoin-Netzwerk entstand am Trio. Januar two thousand nine mit der Schöpfung der ersten fifty Bitcoins. [Nineteen] Einige Tage später wurde unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ auch die erste Version der Bitcoin-Referenzsoftware Bitcoin Core veröffentlicht.

Bitcoin besteht im Kern aus einem Zahlungssystem und einer Geldeinheit, welche dezentral in einem Rechnernetz mit Hilfe eigener Software verwaltet bzw. geschöpft wird. Das System basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank, in welcher alle Transaktionen in einer Blockchain aufgezeichnet werden. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist ein Bitcoin-Client oder die Nutzung eines diese Funktionalität bereitstellenden Onlinedienstleisters. Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keinen geographischen Beschränkungen – außer der Verfügbarkeit einer Internetverbindung – und kann länderübergreifend eingesetzt werden. [11]

Zahlungssystem Bitcoin Bearbeiten

Das Zahlungssystem Bitcoin besteht zum einen aus einer Datenbank, der Blockchain, einer Art Journal, in der alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet sind. Das Bitcoin-Zahlungssystem verwendet ein Peer-to-Peer-Netzwerk, zu dem sich alle teilnehmenden Rechner mithilfe eines Programms verbinden. In diesem Bitcoin-Netzwerk werden alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet. Die Blockchain wird redundant und dezentral auf allen Bitcoin-Knoten gespeichert, verwaltet und laufend über das Bitcoin-Netzwerk aktualisiert.

Um das Bitcoin-System für Zahlungen nutzen zu können, wird eine Bitcoin-Wallet-Software mit Internetverbindung benötigt. Bitcoin-Wallets gibt es als Desktopanwendungen wie z. B. Bitcoin Core und Electrum sowie als Webanwendungen.

Zahlungen finden an pseudonyme Adressen statt, welche die Software für jeden Teilnehmer beliebig neu erzeugen kann. Eine Identifizierung der Handelspartner ermöglicht Bitcoin nicht. Eine vollständige Anonymität garantiert das System allerdings auch nicht, da die Kette aller Transaktionen öffentlich in der Transaktionsgeschichte verzeichnet wird und eine Verknüpfung von Bitcoinadressen mit identifizierenden Informationen prinzipiell möglich ist. [20] Wie bei Zahlungen mit Warengeld kann eine Bitcoin-Transaktion nicht widerrufen werden, nachdem sie durch das Netzwerk bestätigt wurde. Die erste Bestätigung einer Zahlung dauert im Schnitt knapp five Minuten, kann im Einzelfall oder wenn nur sehr geringe Gebühren gezahlt werden auch mehrere Stunden dauern. Mit dem weiteren Verstreichen der Zeit kommen weitere Bestätigungen in Form gefundener Blöcke hinzu, welche die Verbindlichkeit der Zahlung erhöhen. Zur Durchführung einer Zahlung kann eine Gebühr abgeführt werden, wobei Zahlungen mit höheren Gebühren bevorzugt bestätigt werden.

Die virtuelle Geldeinheit Bitcoin Bearbeiten

Die virtuellen Geldeinheiten, Bitcoins genannt, [Ten] werden dezentral in einem Rechnernetz geschöpft und verwaltet. Dieses Netzwerk wird aus Teilnehmern gebildet, die einen Bitcoin-Client ausführen und sich über das Internet miteinander verbinden. Der Bitcoin-Client verwaltet eine digitale Brieftasche (englisch Wallet). Zudem existieren Online-Dienste, die anbieten, die digitalen Brieftaschen der Nutzer zu verwalten. [21] Das persönliche Wallet enthält kryptographische Schlüssel, um Zahlungen zu autorisieren. Die privaten Schlüssel müssen bei diesem Verfahren nicht offenbart werden. Das digitale Wallet muss jedoch gegen Verlust, Ausspähen und Schadprogramme geschützt werden.

Allgemein werden Bitcoins elektronisch zwischen den Teilnehmern ausgetauscht. [22] Ihr Besitz wird durch den Besitz kryptographischer Schlüssel nachgewiesen. Jede Transaktion von Geldeinheiten wird mit einer digitalen Signatur versehen und in einer öffentlichen, vom gesamten Netzwerk betriebenen Datenbank, der Blockchain, aufgezeichnet.

Wegen der Überlegenheit altbekannter Sicherheitsmethoden, wie z. B. Tresoren, haben sich auch analoge Offlinevarianten von Wallets für Bitcoins herausgebildet. Kryptographische Schlüssel zu den eigenen Bitcoins, die in der dezentralen öffentlichen Blockchain gespeichert sind, können auf Papier notiert werden. Solange dieser private Schlüssel nur in der Arm seines Besitzers ist, kann auch nur dieser über das Bitcoin-Guthaben des Papier-Wallets im Bitcoin-Netzwerk verfügen. [23] Auf diese Weise können Bitcoin-Guthaben auch ohne elektronische Systeme ausgetauscht werden. Man übergibt das Papier-Wallet einer anderen Person, die dann als neuer Besitzer über das entsprechende Bitcoin-Guthaben verfügen kann.

Die Bitcoin-Geldeinheiten können zurzeit auch an speziellen – meist unregulierten − Onlinebörsen, ähnlich dem Devisenmarkt, gegen andere Zahlungsmittel getauscht werden. [24]

Neue Einheiten des Kryptogeldes werden nach und nach durch das sogenannte Mining (dt. ‚schürfen‘) erzeugt. [25] Die Bitcoin-Teilnehmer können sich durch Aufwendung von Rechenleistung an der Erzeugung beteiligen. [26] Dabei konkurrieren alle Teilnehmer um einen Betrag, der etwa alle zehn Minuten an einen der Teilnehmer ausgeschüttet wird, sowie um den Erwerb der Transaktionsgebühren. Das Ergebnis der aufwendigen Berechnung dient der Bestätigung von fremden Zahlungen und sichert den Betrieb des Bitcoin-Netzes. Die maximale Geldmenge ist durch das Netzwerkprotokoll auf twenty one Millionen Einheiten festgelegt und kann nicht durch einzelne Teilnehmer beeinflusst werden.

Handel, Dienstleistungen und Spenden Bearbeiten

Wie andere Währungen können Bitcoins dazu verwendet werden, Güter oder Dienstleistungen zu bezahlen. [27] Anfang März two thousand fifteen waren im OpenStreetMap-Datenbestand 6.284 Orte wie beispielsweise Geschäfte oder Hotels eingetragen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. [28] Alleine für den deutschen Markt gibt es mehr als one hundred Akzeptanzstellen der verschiedensten Branchen. [29]

Zu den größten Onlinediensten, die Bitcoin als Bezahlmittel akzeptieren, gehören bisher der Social News Aggregator Reddit, Microsoft Account, [30] Overstock.com, [31] Dell [32] , Expedia [33] und Threema. [34] Der Bloghoster WordPress.com akzeptierte Bitcoins als Zahlungsoption bis Ende Februar 2015. [35] Einige Pizzabestelldienste akzeptieren Bitcoins, indem sie Aufträge an große Lieferdienste weitergeben, [36] ebenso Essenslieferdienste für Restaurants. [37] Weiterhin wird die Bezahlung in Bitcoins bei manchen Spieleentwicklern, [38] kommunalen Dienstleistungen [39] oder diversen Reiseveranstaltern [40] [41] angeboten. Vereinzelt wurden Bitcoins im ersten Quartal two thousand thirteen für den Kauf von Autos und Häusern oder auch für Mietzahlungen genutzt. [42] [43] Das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien war two thousand fifteen das erste Museum, das Bitcoins zum Kauf eines Kunstwerkes für die Museumssammlung nutzte. [44]

Spenden von Bitcoins werden von zahlreichen NGOs akzeptiert, so beispielsweise von WikiLeaks oder dem BUND Berlin. Daneben wird die Währung zum Zweck des Micropayment von Organisationen angenommen, die sich für verschiedene gemeinnützige Zwecke einsetzen, sowie als Anerkennung für kreative Inhalte im Web verschenkt. [45] Bitcoins dienen sogar der Altersvorsorge und dem Cyber Begging (“Online-Betteln”) sowie als Einsatz für Glücksspiele. [46] [47]

Im Januar two thousand fifteen wurde der chinesische Yuan (Renminbi) mit einem Anteil von seventy one % die Währung mit dem größten an Bitcoin-Börsen gehandelten Volumen vor US-Dollar und Euro. [48] Allerdings ist einschränkend zu bemerken, dass die chinesischen Bitcoin-Börsen mit einer 0-Prozent-Gebühr ein möglicherweise verfälschendes Bild erzeugen. Die Übersichtsseite bitcoinity.org [49] listet aus diesem Grund die Börsen seit Oktober two thousand fifteen nicht mehr nach dem Handelsvolumen, sondern nach der Tiefe der Orderbooks, wodurch der Dollarmarkt an erster Stelle steht.

Auf Grund der weitestgehenden Anonymität dienen Bitcoins auch der Geldwäsche, den Lösegelderpressungen bei Verschlüsselungstrojanern sowie als Zahlmittel für Waffen, Pornografie, illegale Drogen und Betrugsgüter bis hin zu Auftragsmorden über Darknet-Märkte. [50]

Nutzer Bearbeiten

Im September two thousand eleven schätzte ein Teilnehmer der Bitcoin-Community die Anzahl verschiedener innerhalb eines Tages aktiver Bitcoin Knots auf 60.000. Die Schätzung basierte auf der Auswertung bestimmter Nachrichten im Peer-to-Peer-Netzwerk. Bis Oktober two thousand twelve sank die mit dieser Methode ermittelte Zahl auf knapp 20.000. [51] Die Forscher Dorit Ron und Adi Shamir analysierten im Mai two thousand twelve den Transaktionsgraphen und ermittelten eine Zahl von Two,Four Millionen unabhängig verwendeten Adressen. Diese Zahl stellt eine Obergrenze der Nutzer dar, die bis zu dem Zeitpunkt eine Bitcoin-Transaktion durchgeführt haben. Die aktivsten Einzelnutzer waren der Mining Pool Deepbit und die Handelsplattform Mt.Gox, verantwortlich für elf Prozent und sieben Prozent aller Bitcoin-Transaktionen. [26] Die Referenzsoftware Bitcoin Core (auch bekannt als Bitcoin-Qt) erzielte Ende two thousand twelve rund 70.000 Downloads monatlich und im März two thousand thirteen rund 270.000 Downloads. [52] Die Zahl der Nutzer des Onlinedienstes My Wallet wurde im Dezember two thousand twelve mit 80.000 angegeben. [53]

Die reddit-Gruppe /r/bitcoin erreichte im September two thousand twelve Ten.000 Nutzer, im März two thousand thirteen 20.000 Nutzer und im Februar two thousand fourteen bereits 107.000 Nutzer. [54] [55] Eine Umfrage des Blogs netzpolitik.org im Januar two thousand thirteen ergab, dass Five,Five % der Leser Spenden per Bitcoin zahlen würden, während die Alternativen Flattr und PayPal 33,0 und 27,7 % erreichten. [56]

Eine von der Universität Münster durchgeführte Studie zu Nutzern und zum Nutzungsverhalten verdeutlichte, dass die durchschnittlichen Bitcoin-Nutzer zwischen twenty five und forty four Jahre alt sind und einen technischen Beruf ausüben. Bitcoins werden überwiegend genutzt, um zu bezahlen oder zu spekulieren. Die wichtigste Motivation, Bitcoins zu benutzen, ist der Studie zufolge die Freude daran, mit einem innovativen System zu experimentieren. Entgegen vielen Vorhersagen spielen illegale Anwendungen nur eine sehr geringe Rolle. Allerdings ist einzuschränken, dass die Studie mit einem Sample von etwa one hundred six Personen, von denen sixty % aus Deutschland stammen, nicht repräsentativ für die internationale Bitcoin-Szene ist. [57]

Bitcoins hatten anfangs keinen in anderen Währungen bezifferbaren Wert. Two thousand ten wurden die ersten Wechselkurse durch Personen in den Bitcointalk-Foren ausgehandelt. Der Wechselkurs von US-Dollar nach Bitcoins bewegte sich bis Ende two thousand eleven meistens nur im einstelligen Bereich, d. h., man erhielt – abgesehen von einem starken Kursanstieg im Juni two thousand eleven – für unter ten US-Dollar einen Bitcoin. Im Laufe des Jahres two thousand twelve stieg er, verstärkt ab Jahresmitte, auf fifteen US-Dollar je Bitcoin zum Jahresende. Anfang two thousand thirteen verstärkte sich der Aufwärtstrend zusehends durch die steigende Verbreitung, die mediale Aufmerksamkeit und die Bankenkrise in Zypern. [59] [60] In der ersten Aprilhälfte erreichte der Kurs ein Maximum bei two hundred sixty six US-Dollar. Anschließend fiel der Kurs binnen einer Woche um über eighty % auf bis zu fifty US-Dollar. Bis zum Oktober two thousand thirteen pendelte der Kurs zwischen sixty und one hundred thirty US-Dollar und überstieg dann wieder die 200-Dollar-Marke. Im November two thousand thirteen stieg der Kurs binnen eines Monats von ca. Two hundred auf bis über one thousand one hundred USD/BTC. Der anschließende Kursrückgang, begleitet vom Konkurs der Bitcoin-Handelsplattform “Mt. Gox” im Februar 2014, fand seinen Tiefpunkt Anfang April two thousand fourteen mit Kursen um three hundred forty US-Dollar. Ein weiteres Zwischenhoch markierte der Kurs etwa zwei Monate später mit ca. Six hundred seventy US-Dollar. Anschließend setzte eine erneute Abwärtsbewegung ein, die ihren bisherigen Tiefpunkt Mitte Januar two thousand fifteen mit Kursen unterhalb von one hundred eighty US-Dollar fand. Im weiteren Verlauf erholte sich der Kurs wieder und notierte Mitte Juli two thousand fifteen knapp unterhalb der 300-Dollar-Marke. [61] [62]

Ab Oktober two thousand fifteen begann der Bitcoin-Kurs wieder zu steigen. Anfang two thousand sixteen notierte er bei knapp four hundred fifty US-Dollar, um gegen Mitte des Jahres wieder seven hundred fifty US-Dollar zu erreichen. [63] Am Three. Januar two thousand seventeen überschritt der Bitcoin-Kurs erneut die 1.000-Dollar-Marke, am 21. Mai desselben Jahres erstmals die Marke von Two.000 US-Dollar pro Bitcoin. [62] [64] Am 6. August two thousand seventeen betrug der Wert eines Bitcoins erstmals Trio.000 US-Dollar. [65] [66] [67] Am 14. August two thousand seventeen knackte der Bitcoin die Four.000 US-Dollar-Marke. [68]

Initiale Verteilung von Guthaben Bearbeiten

Ein Problem bei der Einführung von Bitcoin als Währung war die anfängliche Verteilung der Geldeinheiten. Moderne staatliche und private Währungen sind – im Gegensatz zu Bitcoin – durch ein Zahlungsversprechen der ausgebenden Stelle gedeckt. Da Bitcoin als neues Zahlungsmittel anfangs kein Vertrauen genoss und der Rücktausch von keiner Stelle garantiert wird, waren Bitcoins anfänglich praktisch wertlos. Auch eine Nutzbarkeit war aufgrund des fehlenden Angebots an Waren gegen Bezahlung in Bitcoins zunächst nicht gegeben.

Im Fall von Bitcoin werden neue Einheiten nach einem Prinzip verteilt, das die Unterstützung des Netzwerks durch Bereitstellen von Rechenleistung belohnt (siehe Abschnitt Mining). Eine weitere Eigenschaft des Systems ist es, dass im Laufe der Zeit immer weniger Geldeinheiten erzeugt werden. Dadurch konnten die Teilnehmer in der Anfangsphase des Systems erheblich schneller und mit geringerem Aufwand Geldeinheiten generieren. Mit fortschreitender Zeit und steigender Teilnehmerzahl bzw. Rechenleistung wird es für den einzelnen Teilnehmer zunehmend schwieriger, Bitcoins zu erzeugen.

Im Januar two thousand fifteen wurden knapp twenty one % aller Bitcoins von one hundred Adressen bzw. etwa thirty three % aller Bitcoins von five hundred Adressen gehalten. [73] [74]

Anonymität versus Pseudonymität Bearbeiten

Grundsätzlich baut Bitcoin auf der bereits möglichen Anonymität im Internet auf. Für Privatpersonen und Firmen sind Transaktionen ohne weitere Informationen nicht nachvollziehbar. Unter der Voraussetzung, dass weder IP-Adressen noch Bitcoin-Adressen einer Person zugeordnet werden können, bietet Bitcoin einen weitaus besseren Schutz der Privatsphäre als konventionelle Zahlungswege.

Die durch Bitcoin gewährte Anonymität ist jedoch begrenzt und bietet von sich aus keine sichere Absicherung gegen polizeiliche und nachrichtendienstliche Ermittlungsmethoden. Zur Abwicklung von Geschäften muss normalerweise einer der Geschäftspartner zumindest teilweise seine Anonymität aufgeben. Alle Transaktionen zwischen zwei Adressen sind öffentlich protokolliert und werden dauerhaft im gesamten Netzwerk gespeichert. Spätere Empfänger von Teilbeträgen können den jeweils letzten Besitzer beispielsweise bei Behörden nennen, welche dann die Kette der Transaktionen verfolgen können.

Daher verhindert Bitcoin nicht unbedingt den Nachweis von illegalen Geschäften. Insbesondere können Ermittlungsbehörden Zugriff auf Internetverbindungsdaten, Postsendungen, virtuelle Fingerabdrücke (Browserprofile) und Kontaktdaten von früheren oder späteren Beteiligten an einer Transaktionskette erhalten und verknüpfen. Wenn an einer Stelle eine Verbindung zu einer Person geschaffen wird, etwa durch eine abgefangene Warensendung oder eine erbrachte Dienstleistung, kann allen Transaktionen zu der zugeordneten Adresse nachgegangen werden. Die Möglichkeiten einer Verfolgung von Transaktionen sind also wesentlich weitreichender als bei Bargeld. Betreiber von Börsen, die den Umtausch von Bitcoin in andere Währungen ermöglichen, sind darüber hinaus meist Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche unterworfen. Darüber hinaus sehen sich beispielsweise die Betreiber von Börsen auch keineswegs verpflichtet, Guthaben freizugeben, die möglicherweise illegal erworben wurden. [75]

Eine experimentelle Analyse von Zahlungsflüssen im Bitcoin-System zeigte, dass es praktisch möglich ist, Ursprünge von Transaktionsketten einschlägig bekannten Adress-Pools zuzuordnen. Gezeigt wird das anhand von Zahlungen an Wikileaks. [76] Dagegen war es bisher, auch wenn es sich um große Beträge handelte, nicht möglich, anhand von öffentlichen Daten Personen sicher zu identifizieren, die sich illegal Guthaben durch Ausspähen der zugeordneten Schlüssel übertragen haben. Jedoch versucht man eine solche Analyse zu erschweren, indem man die Abwicklung von Bitcoin-Transaktionen über das Tor-Netzwerk anonymisiert. Dabei wird versucht, mit sogenannten Bitcoin-Mixern oder -Tumblern (to tumble: durcheinanderwirbeln), die einer Blackbox gleichen, “schmutzige” Bitcoins in unverfolgbare Bitcoins zu verwandeln. Solche Dienste, wie z. B. Helix, stehen im Darknet bereit. [77] [78] [79]

Sicherheitsaspekte Bearbeiten

Sicherheit vor Datenverlust und Ausspähen von Daten Bearbeiten

Während quick alle Transaktionen öffentlich in der Blockchain gespeichert werden, wird der Besitz von Bitcoins durch private Schlüssel nachgewiesen, die ausschließlich dem Besitzer zugänglich sind. Bei einem Verlust der Schlüssel sind die damit verbundenen Bitcoins sowohl für den Besitzer als auch das gesamte Netzwerk verloren. Die auf twenty one Mio. Bitcoins begrenzte Geldmenge reduziert sich um derartige Beträge, allerdings bleiben diese im Fall eines Wiederauffindens von Schlüsseln unbeschränkt gültig.

Durch das Ausspähen der Schlüssel erhält ein Angreifer ebenso Zugriff auf das Guthaben. [80] [81] Es ist nicht ausgeschlossen, dass solche umgangssprachlich als „gestohlen“ bezeichneten Bitcoins in späteren Transaktionen zugeordnet werden können, jedoch werden diese (analog zu Geld) als fungibel betrachtet und eine Identifizierung der „Diebe“ ist ähnlich wie bei Bargeld nur in Ausnahmefällen möglich.

Sicherung im täglichen Gebrauch Bearbeiten

Aktuelle Software erlaubt die Verschlüsselung der elektronischen Geldbörse. Das schützt zwar bei einem Diebstahl des benutzten Computers, jedoch nicht vor einer Kompromittierung durch Malware und Keylogger. [82] Im Fall einer Entwendung des Rechners kann – vorausgesetzt ein Backup ist vorhanden – das Guthaben vor Nutzung durch den Dieb an eine neu erzeugte eigene Adresse übermittelt werden.

Eine weitere Sicherungsstrategie ist, die Wallet-Datei auf einem getrennten Speichermedium (z. B. auf einem USB-Stick) aufzubewahren. Für eine Gutschrift ist ein Zugriff auf das Wallet nicht erforderlich, und ohne die darin befindlichen Schlüssel können keine Beträge abgebucht werden.

Speicherung auf nichtelektronischen Medien Bearbeiten

Die privaten Schlüssel für das Guthaben müssen nicht zwangsläufig auf einem elektronischen Medium gespeichert werden. Sie können auch an eine Adresse übertragen werden, deren privater Schlüssel ausschließlich in physischer Form hinterlegt ist, z. B. indem man ihn auf einem Stück Papier notiert (auch paper wallet genannt). Dieser Schlüssel kann jederzeit von einer Bitcoin-Software importiert werden, um die Bitcoins auszugeben.

So wurden neben Papier-Wallets bspw. auch Münzen [83] [84] und Schallplatten [23] angefertigt, die einen Schlüssel mit einem bestimmten Betrag an Bitcoins enthalten und so praktisch wie Bargeld getauscht werden können. Umgekehrt bringen sie jedoch auch die gleichen Risiken wie Bargeld mit sich, z. B. Zerstörung oder Verlust.

Integrität der Bitcoin-Software Bearbeiten

Eine Überprüfung der Integrität der Software wird dadurch ermöglicht, dass sie als Open-Source-Software im Quelltext verfügbar ist. Die Überprüfung der Authentizität von heruntergeladenen binären Releases wird anhand der in der FLOSS-Community üblichen digitalen Signaturen und des Vergleichs kryptographischer Hashfunktionen vorgenommen.

Signaturen bei geschäftsmäßiger Verwendung Bearbeiten

Im Bitcoin-System kann jeder Teilnehmer eine unbegrenzte Anzahl Bitcoin-Konten erstellen, ohne dass das von einer unabhängigen Instanz geprüft oder in irgendeiner Form überwacht wird. In Verbindung mit der technischen Eigenschaft der Nichtumkehrbarkeit von Transaktionen sind je nach Rahmenbedingungen Betrugsszenarien oder Manipulationen denkbar, wie der Austausch der Bitcoin-Adresse in elektronisch versandten Rechnungen durch Man-in-the-Middle-Angriffe, Rechnungsfälschungen oder betrügerische Abrede eines Zahlungsempfangs. Diese Anfälligkeit ist prinzipbedingt: Da sich Bitcoin nicht auf Institutionen wie Banken oder Gerichte stützt, an die Vertrauen delegiert wird, muss auch das Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern individuell hergestellt werden.

Bei umfangreicheren Geschäften mit einander noch unbekannten Handelspartnern kann es sicherer sein, wenn die Empfängeradresse belegbar nachvollzogen werden kann. [85] Für Person-zu-Person-Geldgeschäfte wurde dafür mit Bitcoin-OTC bereits früh ein eigenes, auf GnuPG basierendes, Web of Trust etabliert, dessen Nutzung allerdings technisch relativ anspruchsvoll ist. [86]

Neuere Bitcoin-Clients bieten dafür eine Funktion an, mit der Textnachrichten vom Sender durch starke asymmetrische Verschlüsselung anhand einer ihm gehörenden öffentlich bekannten Adresse signiert werden können. Der Empfänger kann umgekehrt in der Bitcoin-Software die Zugehörigkeit zu dieser Adresse überprüfen. Die Integrität der öffentlichen Adresse wiederum kann beispielsweise anhand des dezentralen Web of Trust von GnuPG oder auch einer hierarchischen Public-Key-Infrastruktur und (bei Webseiten) durch SSL-Zertifikate nachgewiesen werden. [87]

Handel mit Waren mit Bitcoins als Zahlungsmittel Bearbeiten

Da Zahlungen mit Bitcoin nicht rückgängig gemacht werden können, besteht für Verkäufer ein geringeres Debitorenrisiko. Das kann zu niedrigeren Kosten für den Verkäufer bzw. günstigeren Preisen für den Käufer führen. Da im Handel die Gewinnmargen oft sehr gering und Gebühren für unbare Zahlungsdienste oft einige Prozent betragen können, kann das einen signifikanten Preisvorteil für beide Seiten mit sich bringen. Andererseits entfallen für den Käufer Schutzmechanismen wie beispielsweise die Möglichkeit, Lastschriften für nicht gelieferte Ware zurückzufordern, er trägt also das volle Zahlungsrisiko. Das bedeutet, dass Geschäfte ein höheres Maß an Vertrauen benötigen und unter Umständen zusätzliche Absicherungen angezeigt sind, etwa durch digital signierte Kaufangebote, eine Webrecherche bezüglich der Reputation des Anbieters oder einen Nachweis der Identität des Verkäufers.

Debitorenrisiko bei Geldgeschäften Bearbeiten

Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch für Anbieter, welche Bitcoin gegen Geld handeln. Hier bietet z. B. der Eingang einer Zahlung per Kreditkarte (sogenannten „weichen“ Zahlungsmitteln) keinen Schutz dagegen, dass die Zahlung nach der Transaktion der Bitcoins rückgängig gemacht wird. Der Verkäufer hat in diesen Fällen praktisch keine Möglichkeit, seinen Anspruch durchzusetzen. Dazu kommt, dass Dienste wie PayPal oder Skrill in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen derartige Geschäfte explizit untersagen und der Verkäufer damit rechnen muss, dass sein Konto eingefroren und Guthaben einbehalten wird.

Zum Empfangen und Überweisen von Bitcoins kann eine lokale Bitcoin-Software oder eine Onlineplattform benutzt werden.

Bitcoins können entweder bei Onlinebörsen oder Einzelpersonen gegen andere Währungen, elektronisches Geld oder auch Paysafecards getauscht werden. Dabei fallen in der Regel Gebühren an, die je nach Anbieter variieren. Bei Onlinebörsen ist der Betreiber der Börse der Handelspartner, dem der Kunde auch sein Geld anvertraut. [88] Die Handelsgebühren liegen typischerweise bei rund 0,2–1 % des getauschten Betrags. [89]

Die Tauschbörsen sind bisher nicht reguliert, [11] unterliegen jedoch Auflagen zur Erschwerung von Geldwäsche, z. B. in Form von Auszahlungslimits oder Know-your-customer-Prinzipien. [90] Zum Handeln größerer Beträge ist in der Regel ein Identitätsnachweis erforderlich. [91]

Ein- bzw. Auszahlungen erfolgen mit Bitcoins direkt durch die Überweisung auf das bzw. von dem Kunden-Wallet beim Anbieter. Bei anderen Währungen können Einzahlungen häufig als SEPA-Überweisungen vorgenommen werden. Guthaben beim Börsenbetreiber kann auf das eigene Bankkonto wieder ausgezahlt werden, dabei können jedoch zusätzliche Gebühren anfallen.

Die Sicherung der Einlagen ist nicht vorgeschrieben und wird so dem jeweiligen Anbieter überlassen. Die Professionalität und auch Seriosität der Anbieter variiert dabei stark. Da große Beträge und die leichte Beweglichkeit von Bitcoins einen starken Anreiz für Angreifer liefern, Plattformen mit hohen Guthaben zu hacken, kam es in der Vergangenheit zu folgenschweren Einbrüchen, bei denen Kunden mitunter ihre gesamten Einlagen verloren. Aufgrund vielfach aufgetretener Probleme im Bereich Informationssicherheit werben einige Börsen mit verbesserter Sicherheit und bieten teilweise Zertifizierungen ihrer Websites, Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren, Haftung für verlorene Einlagen bis hin zu einer regulären Einlagensicherung für Fiat-Geldbeträge. [92] [93]

Außerdem gibt es Dienste, welche als Wechselstuben einen direkten Umtausch von gängigen Währungen, e-Currencies, und Paysafecards in Bitcoins anbieten. Die Kurse sind vorgegeben, enthaltene Gebühren sind höher als bei den Exchanges und betragen etwa 1,Five bis five %. Diese Services erfordern typischerweise keine Registrierung, so dass man die Bitcoins schnell erwerben und auf sein Wallet überweisen lassen kann.

Es existieren virtuelle „Handelsplätze“, bei denen Interessenten Kauf- und Verkaufsangebote anmelden können. Die Transaktion findet dabei (ähnlich wie oft bei Internetauktionsplattformen) zwischen zwei Privatpersonen statt. Einige Anbieter sichern Transaktionen einseitig durch die Hinterlegung der zu verkaufenden Bitcoins ab und geben diese erst frei, wenn der Verkäufer den Zahlungseingang bestätigt. Bei dieser Form des Handels besteht sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer ein gewisses Risiko, dass der Handelspartner oder auch der Treuhänder sich nicht ehrlich verhalten.

#bitcoin-otc (IRC-Kanal) Bearbeiten

Die älteste Erwerbsmöglichkeit ist ein IRC-Kanal namens „#bitcoin-otc“, wo Tauschangebote zwischen Privatpersonen registriert werden können. Vertrauen wird hergestellt durch ein GnuPG-basiertes Bewertungssystem. Dieses Medium ist technisch vergleichsweise anspruchsvoll.

Lokale Verzeichnisse Bearbeiten

Außerdem existieren z. B. mit den Websites localbitcoins.com regional gegliederte Verzeichnisse von Personen, die Bitcoins in ihrem Wohnort zum Tausch gegen Bargeld anbieten, beispielsweise als Betreiber eines Internetcafés. Die überwiegende Mehrheit der Bitcoin-Nutzer weltweit befindet sich (Stand Ende 2012) in den USA, Kanada, Westeuropa, Australien und den ostasiatischen Pazifikanrainern wie Japan, doch es gibt auch in Ländern wie Malaysia, Südafrika, Saudi-Arabien, Venezuela oder Brasilien schon Tauschmöglichkeiten.

Steuerliche Handhabung Bearbeiten

In Deutschland ist Bitcoin weder gesetzliches Zahlungsmittel, noch E-Geld, Devisen oder Sorten, [12] [94] allerdings ist es nach der Feststellung der BaFin eine Rechnungseinheit (englisch unit of account ), welche in „multilateralen Verrechnungskreisen“ eingesetzt werden kann, und somit Finanzinstrument im Sinne des KWG. [95] Das wurde auch im August two thousand thirteen durch eine Anfrage des Abgeordneten Frank Schäffler an das Bundesfinanzministerium bestätigt, Bitcoin sei eine Art „privates Geld“. [Three] [Four] [96] Damit ordnet die BaFin Bitcoin als mit Devisen vergleichbare Werteinheiten ein. Weiterhin wären Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoins ein privates Veräußerungsgeschäft und unterlägen damit der Einkommensteuer. [Trio] Geschäfte und Transaktionen, die in Bitcoin abgewickelt werden, unterliegen den üblichen Steuerpflichten; sie sind nicht geeignet, legal bspw. einer Umsatzbesteuerung zu entgehen. [97]

In Österreich stellte Niko Alm am 23. Mai two thousand fourteen eine Parlamentarische Anfrage an Finanzminister Michael Spindelegger in Bezug auf die steuerliche und rechtliche Handhabung von Bitcoin. [98] In der Beantwortung der Anfrage wurde klargestellt, dass der Handel mit Bitcoins “steuerbar und steuerpflichtig” sein kann. Jedoch müsse keine “Spekulationssteuer” bezahlt werden, wenn die Bitcoins länger als ein Jahr im Besitz einer Person sind. [99]

Der US-amerikanische Internal Revenue Service hat eine Stellungnahme herausgegeben, die vorsieht, dass Bitcoin als Eigentum (Property) zu besteuern ist. [100] Sofern keine Ausnahmeregelungen für kleine Beträge geschaffen werden, hat diese Einstufung allerdings den Nachteil, dass auch bei Kleingeschäften wie z. B. dem Erwerb einer Tasse Kaffee für alle Nutzer umfangreiche Buchführungspflichten anfallen würden, um die anfallenden Kapitaleinkünfte zu ermitteln.

Der EuGH hat über die Frage, ob Bitcoin von der Mehrwertsteuer befreit werden soll oder nicht, am 22. Oktober two thousand fifteen eine klare Antwort verfasst und Bitcoin als Währung eingestuft. Damit wird klar, dass beim Kauf oder Verkauf von Bitcoin keine Mehrwertsteuer anfällt. [101]

Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Bitcoin-Börsen Bearbeiten

Eines der Risiken bei der Nutzung von Bitcoin-Börsen und Handelsplattformen ist die Ausspähung von Passwörtern durch Erraten oder Cracken schwacher Passwörter oder Malware in Form von Keyloggern. Beim gängigen Onlinebanking wird deswegen in aller Regel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt, beispielsweise in Form von Passwort in Kombination mit mTAN. Eine solche Absicherung durch Implementierungen wie Google Authenticator oder YubiKey wird inzwischen auch von zahlreichen Tauschbörsen angeboten. [102]

Peer-to-Peer-Netz Bearbeiten

Um sich in das Bitcoin-Netz einzuwählen, benötigt die Bitcoin-Software [9] auf dem PC oder dem Smartphone die Kenntnis von IP-Adressen anderer Bitcoin-Nodes. Für die initiale Suche nach anderen Knots (Bootstrapping) wird das Domain Name System verwendet. Der Bitcoin-Client löst einen Domainnamen auf, um die IP-Adressen mehrerer anderer Bitcoin-Nodes zu erhalten. Die für das Bootstrapping verwendeten Domainnamen sind in der Bitcoin-Software fest integriert und die Services werden von Mitgliedern der Bitcoin-Community betrieben. Bereits verbundene Bitcoin-Nodes tauschen bekannte IP-Adressen untereinander aus. Schlägt das Bootstrapping fehl, greift der Bitcoin-Client auf eine mitgelieferte Liste von Bitcoin-Nodes zu.

Der Bitcoin-Client hält eine feste Anzahl von Verbindungen zu beliebigen anderen Bitcoin-Nodes offen. Dadurch entsteht ein unstrukturiertes Overlay-Netz, in dem alle Bitcoin-Nodes untereinander verbunden sind.

Anfangs wurde der Internet Relay Talk für das Bootstrapping verwendet. Der Bitcoin-Client kodierte seine eigene IP-Adresse und Portnummer mit Base58 als Nickname und wählte sich automatisch in einen IRC-Channel ein, um die IP-Adressen anderer Bitcoin-Nodes aus den Nicknamen zu lesen. Nachdem ursprünglich freenode verwendet wurde, wurde mit zunehmender Nutzerzahl Mitte two thousand ten auf irc.lfnet.org ausgewichen. Das IRC-Bootstrapping ist in neueren Software-Versionen aus dem Bitcoin-Client entfernt worden.

Skalierbarkeit Bearbeiten

Zielsetzung der Entwickler von Bitcoin ist es, basierend auf dem vorhandenen Protokoll ein System zu schaffen, welches der Leistungsfähigkeit von großen Zahlungsdienstleistern vergleichbar ist. Das bestehende Netzwerk ist allerdings nur eingeschränkt skalierbar, da Transaktionen von allen Teilnehmern im Peer-to-Peer-Netzwerk empfangen und gespeichert werden müssen. Limitierende Faktoren sind die Bandbreite zum Empfang und Weiterversand von Transaktionen und Blöcken, die CPU-Leistung zur Verifikation eingehender Transaktionen und Blöcke, und die Speicherkapazität zur Speicherung der Blöcke. Übersteigt einer der Faktoren die Kapazität eines einzelnen Teilnehmers, so kann dieser nicht mehr am System teilnehmen. Wird die Kapazität des Gesamtsystems überschritten, steigt die Dauer zur Bestätigung einer Transaktion. Die Teilnehmer müssten die Transaktionsgebühren erhöhen, damit ihre Zahlungen bevorzugt bearbeitet werden.

Nakamoto beschrieb im Whitepaper vereinfachte Bitcoin-Clients, die keine vollständige Verifikation der Ergebnisse durchführen, sondern sich auf einen anderen, vertrauenswürdigen Bitcoin Core verlassen (Simplified Payment Verification). [16] Mit einem solchen Entwurf wäre es möglich, eine hohe Anzahl von Transaktionen über ein kleines Netz von besonders leistungsfähigen Bitcoin-Nodes zu bearbeiten.

Der Sicherheitsexperte Dan Kaminsky kritisiert die Skalierbarkeit von Bitcoin. Seiner Auffassung nach würde das Netzwerk bei einer starken Zunahme von Transaktionen Superknoten erfordern, da die benötigte Rechenkapazität und Bandbreite für normale Teilnehmer zu aufwendig würde. Solche Superknoten würden aber das Bitcoin-Netzwerk zwangsläufig in ein zentralisiertes und hierarchisches Netzwerk verwandeln. Dieses hätte, so Kaminsky, fundamental andere Eigenschaften als das heutige Netzwerk, da die Superknoten effektiv die gleiche Rolle hätten, wie sie heutzutage Banken spielen: Insbesondere hätten sie die Macht, unerwünschte Transaktionen abzulehnen. [103]

Blockchain Bearbeiten

Die Blockchain (dt. ‚Blockkette‘) ist das Journal, in dem alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet werden. Sie besteht aus einer Reihe von Datenblöcken, in denen jeweils eine oder mehrere Transaktionen zusammengefasst und mit einer Prüfsumme versehen sind. Neue Blöcke werden in einem rechenintensiven Prozess erschaffen, der sich Mining nennt, und anschließend über das Netzwerk an die Teilnehmer verbreitet. [104]

Die Transaktionen eines Blocks werden durch einen Merkle-Baum paarweise miteinander gehasht und nur der letzte Hashwert, der Root-Hash, als Prüfsumme im Header des Blocks vermerkt. Das Verketten der Blöcke erfolgt dann mithilfe dieses Root-Hashes. Jeder Block enthält im Header den Hash des gesamten vorherigen Blockheaders, so ist die Reihenfolge der Blöcke eindeutig festgelegt. Außerdem ist dadurch auch das nachträgliche Modifizieren vorangegangener Blöcke bzw. Transaktionen praktisch ausgeschlossen, da die Hashes aller nachfolgenden Blöcke in kurzer Zeit ebenfalls neu berechnet werden müssten. Der erste Block in der Blockchain ist vorgegeben und wird Genesisblock genannt.

Die Blockchain hat derzeit eine Größe von etwa one hundred fifteen GB (Stand: Mai 2017). [105] Sie muss von neu beitretenden Bitcoin-Nodes vollständig heruntergeladen und dabei in der Regel auch auf Gültigkeit geprüft werden. Zudem enthält die Bitcoin-Software eine fest integrierte Liste von wohlbekannten Blöcken aus der Vergangenheit, die mit der heruntergeladenen Blockchain übereinstimmen müssen. Im Original-Paper wurde die Möglichkeit beschrieben, Speicherplatz einzusparen, indem man ältere Transaktionen aus den Blöcken entfernt und nur den Header mit dem Root-Hash behält. [106] :Four Diese Funktionalität ist jedoch bis jetzt nicht in Bitcoin Core implementiert, so dass die gesamte Transaktionshistorie bis zu den Anfängen nachvollziehbar ist.

Beim Erzeugen von Blöcken kann es vorkommen, dass mehrere Bitcoin-Nodes gleichzeitig einen gültigen neuen Block erzeugen. Empfangen die anderen Teilnehmer mehr als einen gültigen neuen Block, entscheiden diese, welchen Block sie übernehmen. In der Regel ist das der erste empfangene Block. In seltenen Fällen kann es zu einem Fork in der Blockchain kommen, bei der die Kette verzweigt und beide Zweige mit gültigen neuen Blöcken fortgeführt werden. In solch einem Fall setzt sich irgendwann der Fork mit der längeren Kette durch, weil angenommen wird, dass dahinter die Mehrheit der Teilnehmer steht. [107]

Die erste Transaktion in einem Block enthält die Überweisung der neu erzeugten Bitcoins und der Transaktionsgebühren. [108] Die Menge der neu erzeugten Bitcoins ist derzeit auf 12,Five Bitcoins pro Block beschränkt. Versucht ein Bitcoin-Node, mehr Bitcoins zu erzeugen als ihm zustehen, wird sein Block von anderen Bitcoin-Nodes nicht akzeptiert. Ursprünglich wurden fifty Bitcoins pro Block erzeugt. Diese Zahl halbiert sich alle 210.000 Blöcke, was etwa vier Jahren entspricht, so dass die maximale Anzahl an Bitcoins, die jemals erzeugt werden können, auf twenty one Millionen festgelegt ist. Da ein Bitcoin (in der aktuellen Bitcoin-Core-Version) in one hundred Millionen Einheiten (Satoshis) unterteilt werden kann, ergibt sich eine Gesamtzahl von Two,1·10 fifteen , d. h. Two,1 Billiarden diskreten Einheiten.

Bitcoin-Wallets Bearbeiten

Ein Bitcoin-Wallet ist eine spezielle Software für das Bitcoin-System. [9] Die Wallets unterscheiden sich bezüglich der Anzahl an Funktionen und bezüglich der Handhabung der Blockchain. Diese stellt ein Verzeichnis aller bisherigen Transaktionen dar, welches bei vollständigem Herunterladen über one hundred Gigabyte Speicherplatz und eine entsprechend lange Zeit benötigt.

Bitcoin – Wikipedia

Bitcoin

Bitcoin (englisch sinngemäß für „digitale Münze“) ist eine digitale Währung, gleichzeitig auch der Name des weltweit verwendbaren dezentralen Buchungssystems sowie die vereinfachende Bezeichnung einer kryptografisch legitimierten Zuordnung von Arbeits- oder Rechenaufwand. [Trio] [Four] Überweisungen werden von einem Zusammenschluss von Rechnern über das Internet mithilfe einer speziellen Peer-to-Peer-Anwendung abgewickelt, sodass anders als im herkömmlichen Bankverkehr keine zentrale Abwicklungsstelle benötigt wird. Eigentumsnachweise an Bitcoin können in einer persönlichen digitalen Brieftasche gespeichert werden. [Five] Der Umrechnungskurs von Bitcoin in andere Zahlungsmittel bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage. [6]

Das Bitcoin-Zahlungssystem wurde erstmals two thousand eight in einem unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlichten Dokument beschrieben. [7] Im Jahr darauf wurde eine Open-Source-Referenzsoftware dazu veröffentlicht. [8] Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam mit Hilfe einer Bitcoin-Software [9] verwalteten dezentralen Datenbank (der Blockchain), in der alle Transaktionen verzeichnet sind. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist der Betrieb eines Bitcoin-Clients; alternativ kann auch einer der Online-Dienste genutzt werden (z. B. für mobile Geräte). Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keiner geographischen Beschränkung – ein Internetzugang genügt – und kann länderübergreifend eingesetzt werden.

Mit Hilfe kryptographischer Techniken wird sichergestellt, dass Transaktionen mit Bitcoins nur vom jeweiligen Eigentümer vorgenommen und die Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben werden können. Daher wird Bitcoin auch als Kryptowährung bezeichnet, obwohl der Begriff Währung normalerweise von Staaten emittierte Zahlungsmittel bezeichnet. [Ten] In deutschsprachigen Medien wird auch die Bezeichnung Kryptogeld benutzt. [11] [12] [13]

Inhaltsverzeichnis

Das Konzept von Bitcoin wurde two thousand eight in einem White Paper von Satoshi Nakamoto [14] auf einer Mailingliste über Kryptographie vorgeschlagen. [15] [16] Bisher wurde nicht bekannt, ob der Name für eine Person, ein Pseudonym oder eine Gruppe von Personen steht. Bitcoin basiert auf der Idee einer kryptographischen Währung, die one thousand nine hundred ninety eight von Wei Dai als b-money und von Nick Szabo als bit gold beschrieben wurde. [17]

„Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung. Wir müssen den Banken unsere Privatsphäre anvertrauen, vertrauen, dass sie Identitätsdieben nicht die Möglichkeit geben, unsere Konten leerzuräumen. Ihre massiven Zusatzkosten machen Micropayments unmöglich.

Eine Generation früher hatten Nutzer von Time-Sharing-Computersystemen ein ähnliches Problem. Vor dem Aufkommen von starker Verschlüsselung mussten die User sich auf Passwortschutz für ihre Daten verlassen und dem Systemadministrator vertrauen, dass dieser ihre Informationen vertraulich hielt. Diese Privatsphäre konnte jederzeit aufgehoben werden, wenn der Administrator zu dem Schluss kam, dass sie weniger wog als andere Belange, oder auf Anweisung seiner Vorgesetzten. Dann aber wurde starke Verschlüsselung für die Masse der Nutzer verfügbar, und Vertrauen war nicht länger nötig. Daten konnten auf eine Weise gesichert werden, die einen Zugriff durch Dritte – egal aus welchem Grund, egal mit wie guten Entschuldigungen, egal was sonst – unmöglich machten.

Es ist Zeit, dass wir dasselbe mit Geld machen. Mit einer elektronischen Währung, die auf einem kryptografischen Beweis beruht und kein Vertrauen in Mittelsmänner benötigt, ist Geld sicher und kann mühelos transferiert werden.“

Das Bitcoin-Netzwerk entstand am Three. Januar two thousand nine mit der Schöpfung der ersten fifty Bitcoins. [Nineteen] Einige Tage später wurde unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ auch die erste Version der Bitcoin-Referenzsoftware Bitcoin Core veröffentlicht.

Bitcoin besteht im Kern aus einem Zahlungssystem und einer Geldeinheit, welche dezentral in einem Rechnernetz mit Hilfe eigener Software verwaltet bzw. geschöpft wird. Das System basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank, in welcher alle Transaktionen in einer Blockchain aufgezeichnet werden. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist ein Bitcoin-Client oder die Nutzung eines diese Funktionalität bereitstellenden Onlinedienstleisters. Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keinen geographischen Beschränkungen – außer der Verfügbarkeit einer Internetverbindung – und kann länderübergreifend eingesetzt werden. [11]

Zahlungssystem Bitcoin Bearbeiten

Das Zahlungssystem Bitcoin besteht zum einen aus einer Datenbank, der Blockchain, einer Art Journal, in der alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet sind. Das Bitcoin-Zahlungssystem verwendet ein Peer-to-Peer-Netzwerk, zu dem sich alle teilnehmenden Rechner mithilfe eines Programms verbinden. In diesem Bitcoin-Netzwerk werden alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet. Die Blockchain wird redundant und dezentral auf allen Bitcoin-Knoten gespeichert, verwaltet und laufend über das Bitcoin-Netzwerk aktualisiert.

Um das Bitcoin-System für Zahlungen nutzen zu können, wird eine Bitcoin-Wallet-Software mit Internetverbindung benötigt. Bitcoin-Wallets gibt es als Desktopanwendungen wie z. B. Bitcoin Core und Electrum sowie als Webanwendungen.

Zahlungen finden an pseudonyme Adressen statt, welche die Software für jeden Teilnehmer beliebig neu erzeugen kann. Eine Identifizierung der Handelspartner ermöglicht Bitcoin nicht. Eine vollständige Anonymität garantiert das System allerdings auch nicht, da die Kette aller Transaktionen öffentlich in der Transaktionsgeschichte verzeichnet wird und eine Verknüpfung von Bitcoinadressen mit identifizierenden Informationen prinzipiell möglich ist. [20] Wie bei Zahlungen mit Warengeld kann eine Bitcoin-Transaktion nicht widerrufen werden, nachdem sie durch das Netzwerk bestätigt wurde. Die erste Bestätigung einer Zahlung dauert im Schnitt knapp five Minuten, kann im Einzelfall oder wenn nur sehr geringe Gebühren gezahlt werden auch mehrere Stunden dauern. Mit dem weiteren Verstreichen der Zeit kommen weitere Bestätigungen in Form gefundener Blöcke hinzu, welche die Verbindlichkeit der Zahlung erhöhen. Zur Durchführung einer Zahlung kann eine Gebühr abgeführt werden, wobei Zahlungen mit höheren Gebühren bevorzugt bestätigt werden.

Die virtuelle Geldeinheit Bitcoin Bearbeiten

Die virtuellen Geldeinheiten, Bitcoins genannt, [Ten] werden dezentral in einem Rechnernetz geschöpft und verwaltet. Dieses Netzwerk wird aus Teilnehmern gebildet, die einen Bitcoin-Client ausführen und sich über das Internet miteinander verbinden. Der Bitcoin-Client verwaltet eine digitale Brieftasche (englisch Wallet). Zudem existieren Online-Dienste, die anbieten, die digitalen Brieftaschen der Nutzer zu verwalten. [21] Das persönliche Wallet enthält kryptographische Schlüssel, um Zahlungen zu autorisieren. Die privaten Schlüssel müssen bei diesem Verfahren nicht offenbart werden. Das digitale Wallet muss jedoch gegen Verlust, Ausspähen und Schadprogramme geschützt werden.

Allgemein werden Bitcoins elektronisch zwischen den Teilnehmern ausgetauscht. [22] Ihr Besitz wird durch den Besitz kryptographischer Schlüssel nachgewiesen. Jede Transaktion von Geldeinheiten wird mit einer digitalen Signatur versehen und in einer öffentlichen, vom gesamten Netzwerk betriebenen Datenbank, der Blockchain, aufgezeichnet.

Wegen der Überlegenheit altbekannter Sicherheitsmethoden, wie z. B. Tresoren, haben sich auch analoge Offlinevarianten von Wallets für Bitcoins herausgebildet. Kryptographische Schlüssel zu den eigenen Bitcoins, die in der dezentralen öffentlichen Blockchain gespeichert sind, können auf Papier notiert werden. Solange dieser private Schlüssel nur in der Forearm seines Besitzers ist, kann auch nur dieser über das Bitcoin-Guthaben des Papier-Wallets im Bitcoin-Netzwerk verfügen. [23] Auf diese Weise können Bitcoin-Guthaben auch ohne elektronische Systeme ausgetauscht werden. Man übergibt das Papier-Wallet einer anderen Person, die dann als neuer Besitzer über das entsprechende Bitcoin-Guthaben verfügen kann.

Die Bitcoin-Geldeinheiten können zurzeit auch an speziellen – meist unregulierten − Onlinebörsen, ähnlich dem Devisenmarkt, gegen andere Zahlungsmittel getauscht werden. [24]

Neue Einheiten des Kryptogeldes werden nach und nach durch das sogenannte Mining (dt. ‚schürfen‘) erzeugt. [25] Die Bitcoin-Teilnehmer können sich durch Aufwendung von Rechenleistung an der Erzeugung beteiligen. [26] Dabei konkurrieren alle Teilnehmer um einen Betrag, der etwa alle zehn Minuten an einen der Teilnehmer ausgeschüttet wird, sowie um den Erwerb der Transaktionsgebühren. Das Ergebnis der aufwendigen Berechnung dient der Bestätigung von fremden Zahlungen und sichert den Betrieb des Bitcoin-Netzes. Die maximale Geldmenge ist durch das Netzwerkprotokoll auf twenty one Millionen Einheiten festgelegt und kann nicht durch einzelne Teilnehmer beeinflusst werden.

Handel, Dienstleistungen und Spenden Bearbeiten

Wie andere Währungen können Bitcoins dazu verwendet werden, Güter oder Dienstleistungen zu bezahlen. [27] Anfang März two thousand fifteen waren im OpenStreetMap-Datenbestand 6.284 Orte wie beispielsweise Geschäfte oder Hotels eingetragen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. [28] Alleine für den deutschen Markt gibt es mehr als one hundred Akzeptanzstellen der verschiedensten Branchen. [29]

Zu den größten Onlinediensten, die Bitcoin als Bezahlmittel akzeptieren, gehören bisher der Social News Aggregator Reddit, Microsoft Account, [30] Overstock.com, [31] Dell [32] , Expedia [33] und Threema. [34] Der Bloghoster WordPress.com akzeptierte Bitcoins als Zahlungsoption bis Ende Februar 2015. [35] Einige Pizzabestelldienste akzeptieren Bitcoins, indem sie Aufträge an große Lieferdienste weitergeben, [36] ebenso Essenslieferdienste für Restaurants. [37] Weiterhin wird die Bezahlung in Bitcoins bei manchen Spieleentwicklern, [38] kommunalen Dienstleistungen [39] oder diversen Reiseveranstaltern [40] [41] angeboten. Vereinzelt wurden Bitcoins im ersten Quartal two thousand thirteen für den Kauf von Autos und Häusern oder auch für Mietzahlungen genutzt. [42] [43] Das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien war two thousand fifteen das erste Museum, das Bitcoins zum Kauf eines Kunstwerkes für die Museumssammlung nutzte. [44]

Spenden von Bitcoins werden von zahlreichen NGOs akzeptiert, so beispielsweise von WikiLeaks oder dem BUND Berlin. Daneben wird die Währung zum Zweck des Micropayment von Organisationen angenommen, die sich für verschiedene gemeinnützige Zwecke einsetzen, sowie als Anerkennung für kreative Inhalte im Web verschenkt. [45] Bitcoins dienen sogar der Altersvorsorge und dem Cyber Begging (“Online-Betteln”) sowie als Einsatz für Glücksspiele. [46] [47]

Im Januar two thousand fifteen wurde der chinesische Yuan (Renminbi) mit einem Anteil von seventy one % die Währung mit dem größten an Bitcoin-Börsen gehandelten Volumen vor US-Dollar und Euro. [48] Allerdings ist einschränkend zu bemerken, dass die chinesischen Bitcoin-Börsen mit einer 0-Prozent-Gebühr ein möglicherweise verfälschendes Bild erzeugen. Die Übersichtsseite bitcoinity.org [49] listet aus diesem Grund die Börsen seit Oktober two thousand fifteen nicht mehr nach dem Handelsvolumen, sondern nach der Tiefe der Orderbooks, wodurch der Dollarmarkt an erster Stelle steht.

Auf Grund der weitestgehenden Anonymität dienen Bitcoins auch der Geldwäsche, den Lösegelderpressungen bei Verschlüsselungstrojanern sowie als Zahlmittel für Waffen, Pornografie, illegale Drogen und Betrugsgüter bis hin zu Auftragsmorden über Darknet-Märkte. [50]

Nutzer Bearbeiten

Im September two thousand eleven schätzte ein Teilnehmer der Bitcoin-Community die Anzahl verschiedener innerhalb eines Tages aktiver Bitcoin Knots auf 60.000. Die Schätzung basierte auf der Auswertung bestimmter Nachrichten im Peer-to-Peer-Netzwerk. Bis Oktober two thousand twelve sank die mit dieser Methode ermittelte Zahl auf knapp 20.000. [51] Die Forscher Dorit Ron und Adi Shamir analysierten im Mai two thousand twelve den Transaktionsgraphen und ermittelten eine Zahl von Two,Four Millionen unabhängig verwendeten Adressen. Diese Zahl stellt eine Obergrenze der Nutzer dar, die bis zu dem Zeitpunkt eine Bitcoin-Transaktion durchgeführt haben. Die aktivsten Einzelnutzer waren der Mining Pool Deepbit und die Handelsplattform Mt.Gox, verantwortlich für elf Prozent und sieben Prozent aller Bitcoin-Transaktionen. [26] Die Referenzsoftware Bitcoin Core (auch bekannt als Bitcoin-Qt) erzielte Ende two thousand twelve rund 70.000 Downloads monatlich und im März two thousand thirteen rund 270.000 Downloads. [52] Die Zahl der Nutzer des Onlinedienstes My Wallet wurde im Dezember two thousand twelve mit 80.000 angegeben. [53]

Die reddit-Gruppe /r/bitcoin erreichte im September two thousand twelve Ten.000 Nutzer, im März two thousand thirteen 20.000 Nutzer und im Februar two thousand fourteen bereits 107.000 Nutzer. [54] [55] Eine Umfrage des Blogs netzpolitik.org im Januar two thousand thirteen ergab, dass Five,Five % der Leser Spenden per Bitcoin zahlen würden, während die Alternativen Flattr und PayPal 33,0 und 27,7 % erreichten. [56]

Eine von der Universität Münster durchgeführte Studie zu Nutzern und zum Nutzungsverhalten verdeutlichte, dass die durchschnittlichen Bitcoin-Nutzer zwischen twenty five und forty four Jahre alt sind und einen technischen Beruf ausüben. Bitcoins werden überwiegend genutzt, um zu bezahlen oder zu spekulieren. Die wichtigste Motivation, Bitcoins zu benutzen, ist der Studie zufolge die Freude daran, mit einem innovativen System zu experimentieren. Entgegen vielen Vorhersagen spielen illegale Anwendungen nur eine sehr geringe Rolle. Allerdings ist einzuschränken, dass die Studie mit einem Sample von etwa one hundred six Personen, von denen sixty % aus Deutschland stammen, nicht repräsentativ für die internationale Bitcoin-Szene ist. [57]

Bitcoins hatten anfangs keinen in anderen Währungen bezifferbaren Wert. Two thousand ten wurden die ersten Wechselkurse durch Personen in den Bitcointalk-Foren ausgehandelt. Der Wechselkurs von US-Dollar nach Bitcoins bewegte sich bis Ende two thousand eleven meistens nur im einstelligen Bereich, d. h., man erhielt – abgesehen von einem starken Kursanstieg im Juni two thousand eleven – für unter ten US-Dollar einen Bitcoin. Im Laufe des Jahres two thousand twelve stieg er, verstärkt ab Jahresmitte, auf fifteen US-Dollar je Bitcoin zum Jahresende. Anfang two thousand thirteen verstärkte sich der Aufwärtstrend zusehends durch die steigende Verbreitung, die mediale Aufmerksamkeit und die Bankenkrise in Zypern. [59] [60] In der ersten Aprilhälfte erreichte der Kurs ein Maximum bei two hundred sixty six US-Dollar. Anschließend fiel der Kurs binnen einer Woche um über eighty % auf bis zu fifty US-Dollar. Bis zum Oktober two thousand thirteen pendelte der Kurs zwischen sixty und one hundred thirty US-Dollar und überstieg dann wieder die 200-Dollar-Marke. Im November two thousand thirteen stieg der Kurs binnen eines Monats von ca. Two hundred auf bis über one thousand one hundred USD/BTC. Der anschließende Kursrückgang, begleitet vom Konkurs der Bitcoin-Handelsplattform “Mt. Gox” im Februar 2014, fand seinen Tiefpunkt Anfang April two thousand fourteen mit Kursen um three hundred forty US-Dollar. Ein weiteres Zwischenhoch markierte der Kurs etwa zwei Monate später mit ca. Six hundred seventy US-Dollar. Anschließend setzte eine erneute Abwärtsbewegung ein, die ihren bisherigen Tiefpunkt Mitte Januar two thousand fifteen mit Kursen unterhalb von one hundred eighty US-Dollar fand. Im weiteren Verlauf erholte sich der Kurs wieder und notierte Mitte Juli two thousand fifteen knapp unterhalb der 300-Dollar-Marke. [61] [62]

Ab Oktober two thousand fifteen begann der Bitcoin-Kurs wieder zu steigen. Anfang two thousand sixteen notierte er bei knapp four hundred fifty US-Dollar, um gegen Mitte des Jahres wieder seven hundred fifty US-Dollar zu erreichen. [63] Am Three. Januar two thousand seventeen überschritt der Bitcoin-Kurs erneut die 1.000-Dollar-Marke, am 21. Mai desselben Jahres erstmals die Marke von Two.000 US-Dollar pro Bitcoin. [62] [64] Am 6. August two thousand seventeen betrug der Wert eines Bitcoins erstmals Trio.000 US-Dollar. [65] [66] [67] Am 14. August two thousand seventeen knackte der Bitcoin die Four.000 US-Dollar-Marke. [68]

Initiale Verteilung von Guthaben Bearbeiten

Ein Problem bei der Einführung von Bitcoin als Währung war die anfängliche Verteilung der Geldeinheiten. Moderne staatliche und private Währungen sind – im Gegensatz zu Bitcoin – durch ein Zahlungsversprechen der ausgebenden Stelle gedeckt. Da Bitcoin als neues Zahlungsmittel anfangs kein Vertrauen genoss und der Rücktausch von keiner Stelle garantiert wird, waren Bitcoins anfänglich praktisch wertlos. Auch eine Nutzbarkeit war aufgrund des fehlenden Angebots an Waren gegen Bezahlung in Bitcoins zunächst nicht gegeben.

Im Fall von Bitcoin werden neue Einheiten nach einem Prinzip verteilt, das die Unterstützung des Netzwerks durch Bereitstellen von Rechenleistung belohnt (siehe Abschnitt Mining). Eine weitere Eigenschaft des Systems ist es, dass im Laufe der Zeit immer weniger Geldeinheiten erzeugt werden. Dadurch konnten die Teilnehmer in der Anfangsphase des Systems erheblich schneller und mit geringerem Aufwand Geldeinheiten generieren. Mit fortschreitender Zeit und steigender Teilnehmerzahl bzw. Rechenleistung wird es für den einzelnen Teilnehmer zunehmend schwieriger, Bitcoins zu erzeugen.

Im Januar two thousand fifteen wurden knapp twenty one % aller Bitcoins von one hundred Adressen bzw. etwa thirty three % aller Bitcoins von five hundred Adressen gehalten. [73] [74]

Anonymität versus Pseudonymität Bearbeiten

Grundsätzlich baut Bitcoin auf der bereits möglichen Anonymität im Internet auf. Für Privatpersonen und Firmen sind Transaktionen ohne weitere Informationen nicht nachvollziehbar. Unter der Voraussetzung, dass weder IP-Adressen noch Bitcoin-Adressen einer Person zugeordnet werden können, bietet Bitcoin einen weitaus besseren Schutz der Privatsphäre als konventionelle Zahlungswege.

Die durch Bitcoin gewährte Anonymität ist jedoch begrenzt und bietet von sich aus keine sichere Absicherung gegen polizeiliche und nachrichtendienstliche Ermittlungsmethoden. Zur Abwicklung von Geschäften muss normalerweise einer der Geschäftspartner zumindest teilweise seine Anonymität aufgeben. Alle Transaktionen zwischen zwei Adressen sind öffentlich protokolliert und werden dauerhaft im gesamten Netzwerk gespeichert. Spätere Empfänger von Teilbeträgen können den jeweils letzten Besitzer beispielsweise bei Behörden nennen, welche dann die Kette der Transaktionen verfolgen können.

Daher verhindert Bitcoin nicht unbedingt den Nachweis von illegalen Geschäften. Insbesondere können Ermittlungsbehörden Zugriff auf Internetverbindungsdaten, Postsendungen, virtuelle Fingerabdrücke (Browserprofile) und Kontaktdaten von früheren oder späteren Beteiligten an einer Transaktionskette erhalten und verknüpfen. Wenn an einer Stelle eine Verbindung zu einer Person geschaffen wird, etwa durch eine abgefangene Warensendung oder eine erbrachte Dienstleistung, kann allen Transaktionen zu der zugeordneten Adresse nachgegangen werden. Die Möglichkeiten einer Verfolgung von Transaktionen sind also wesentlich weitreichender als bei Bargeld. Betreiber von Börsen, die den Umtausch von Bitcoin in andere Währungen ermöglichen, sind darüber hinaus meist Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche unterworfen. Darüber hinaus sehen sich beispielsweise die Betreiber von Börsen auch keineswegs verpflichtet, Guthaben freizugeben, die möglicherweise illegal erworben wurden. [75]

Eine experimentelle Analyse von Zahlungsflüssen im Bitcoin-System zeigte, dass es praktisch möglich ist, Ursprünge von Transaktionsketten einschlägig bekannten Adress-Pools zuzuordnen. Gezeigt wird das anhand von Zahlungen an Wikileaks. [76] Dagegen war es bisher, auch wenn es sich um große Beträge handelte, nicht möglich, anhand von öffentlichen Daten Personen sicher zu identifizieren, die sich illegal Guthaben durch Ausspähen der zugeordneten Schlüssel übertragen haben. Jedoch versucht man eine solche Analyse zu erschweren, indem man die Abwicklung von Bitcoin-Transaktionen über das Tor-Netzwerk anonymisiert. Dabei wird versucht, mit sogenannten Bitcoin-Mixern oder -Tumblern (to tumble: durcheinanderwirbeln), die einer Blackbox gleichen, “schmutzige” Bitcoins in unverfolgbare Bitcoins zu verwandeln. Solche Dienste, wie z. B. Helix, stehen im Darknet bereit. [77] [78] [79]

Sicherheitsaspekte Bearbeiten

Sicherheit vor Datenverlust und Ausspähen von Daten Bearbeiten

Während rapid alle Transaktionen öffentlich in der Blockchain gespeichert werden, wird der Besitz von Bitcoins durch private Schlüssel nachgewiesen, die ausschließlich dem Besitzer zugänglich sind. Bei einem Verlust der Schlüssel sind die damit verbundenen Bitcoins sowohl für den Besitzer als auch das gesamte Netzwerk verloren. Die auf twenty one Mio. Bitcoins begrenzte Geldmenge reduziert sich um derartige Beträge, allerdings bleiben diese im Fall eines Wiederauffindens von Schlüsseln unbeschränkt gültig.

Durch das Ausspähen der Schlüssel erhält ein Angreifer ebenso Zugriff auf das Guthaben. [80] [81] Es ist nicht ausgeschlossen, dass solche umgangssprachlich als „gestohlen“ bezeichneten Bitcoins in späteren Transaktionen zugeordnet werden können, jedoch werden diese (analog zu Geld) als fungibel betrachtet und eine Identifizierung der „Diebe“ ist ähnlich wie bei Bargeld nur in Ausnahmefällen möglich.

Sicherung im täglichen Gebrauch Bearbeiten

Aktuelle Software erlaubt die Verschlüsselung der elektronischen Geldbörse. Das schützt zwar bei einem Diebstahl des benutzten Computers, jedoch nicht vor einer Kompromittierung durch Malware und Keylogger. [82] Im Fall einer Entwendung des Rechners kann – vorausgesetzt ein Backup ist vorhanden – das Guthaben vor Nutzung durch den Dieb an eine neu erzeugte eigene Adresse übermittelt werden.

Eine weitere Sicherungsstrategie ist, die Wallet-Datei auf einem getrennten Speichermedium (z. B. auf einem USB-Stick) aufzubewahren. Für eine Gutschrift ist ein Zugriff auf das Wallet nicht erforderlich, und ohne die darin befindlichen Schlüssel können keine Beträge abgebucht werden.

Speicherung auf nichtelektronischen Medien Bearbeiten

Die privaten Schlüssel für das Guthaben müssen nicht zwangsläufig auf einem elektronischen Medium gespeichert werden. Sie können auch an eine Adresse übertragen werden, deren privater Schlüssel ausschließlich in physischer Form hinterlegt ist, z. B. indem man ihn auf einem Stück Papier notiert (auch paper wallet genannt). Dieser Schlüssel kann jederzeit von einer Bitcoin-Software importiert werden, um die Bitcoins auszugeben.

So wurden neben Papier-Wallets bspw. auch Münzen [83] [84] und Schallplatten [23] angefertigt, die einen Schlüssel mit einem bestimmten Betrag an Bitcoins enthalten und so praktisch wie Bargeld getauscht werden können. Umgekehrt bringen sie jedoch auch die gleichen Risiken wie Bargeld mit sich, z. B. Zerstörung oder Verlust.

Integrität der Bitcoin-Software Bearbeiten

Eine Überprüfung der Integrität der Software wird dadurch ermöglicht, dass sie als Open-Source-Software im Quelltext verfügbar ist. Die Überprüfung der Authentizität von heruntergeladenen binären Releases wird anhand der in der FLOSS-Community üblichen digitalen Signaturen und des Vergleichs kryptographischer Hashfunktionen vorgenommen.

Signaturen bei geschäftsmäßiger Verwendung Bearbeiten

Im Bitcoin-System kann jeder Teilnehmer eine unbegrenzte Anzahl Bitcoin-Konten erstellen, ohne dass das von einer unabhängigen Instanz geprüft oder in irgendeiner Form überwacht wird. In Verbindung mit der technischen Eigenschaft der Nichtumkehrbarkeit von Transaktionen sind je nach Rahmenbedingungen Betrugsszenarien oder Manipulationen denkbar, wie der Austausch der Bitcoin-Adresse in elektronisch versandten Rechnungen durch Man-in-the-Middle-Angriffe, Rechnungsfälschungen oder betrügerische Abrede eines Zahlungsempfangs. Diese Anfälligkeit ist prinzipbedingt: Da sich Bitcoin nicht auf Institutionen wie Banken oder Gerichte stützt, an die Vertrauen delegiert wird, muss auch das Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern individuell hergestellt werden.

Bei umfangreicheren Geschäften mit einander noch unbekannten Handelspartnern kann es sicherer sein, wenn die Empfängeradresse belegbar nachvollzogen werden kann. [85] Für Person-zu-Person-Geldgeschäfte wurde dafür mit Bitcoin-OTC bereits früh ein eigenes, auf GnuPG basierendes, Web of Trust etabliert, dessen Nutzung allerdings technisch relativ anspruchsvoll ist. [86]

Neuere Bitcoin-Clients bieten dafür eine Funktion an, mit der Textnachrichten vom Sender durch starke asymmetrische Verschlüsselung anhand einer ihm gehörenden öffentlich bekannten Adresse signiert werden können. Der Empfänger kann umgekehrt in der Bitcoin-Software die Zugehörigkeit zu dieser Adresse überprüfen. Die Integrität der öffentlichen Adresse wiederum kann beispielsweise anhand des dezentralen Web of Trust von GnuPG oder auch einer hierarchischen Public-Key-Infrastruktur und (bei Webseiten) durch SSL-Zertifikate nachgewiesen werden. [87]

Handel mit Waren mit Bitcoins als Zahlungsmittel Bearbeiten

Da Zahlungen mit Bitcoin nicht rückgängig gemacht werden können, besteht für Verkäufer ein geringeres Debitorenrisiko. Das kann zu niedrigeren Kosten für den Verkäufer bzw. günstigeren Preisen für den Käufer führen. Da im Handel die Gewinnmargen oft sehr gering und Gebühren für unbare Zahlungsdienste oft einige Prozent betragen können, kann das einen signifikanten Preisvorteil für beide Seiten mit sich bringen. Andererseits entfallen für den Käufer Schutzmechanismen wie beispielsweise die Möglichkeit, Lastschriften für nicht gelieferte Ware zurückzufordern, er trägt also das volle Zahlungsrisiko. Das bedeutet, dass Geschäfte ein höheres Maß an Vertrauen benötigen und unter Umständen zusätzliche Absicherungen angezeigt sind, etwa durch digital signierte Kaufangebote, eine Webrecherche bezüglich der Reputation des Anbieters oder einen Nachweis der Identität des Verkäufers.

Debitorenrisiko bei Geldgeschäften Bearbeiten

Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch für Anbieter, welche Bitcoin gegen Geld handeln. Hier bietet z. B. der Eingang einer Zahlung per Kreditkarte (sogenannten „weichen“ Zahlungsmitteln) keinen Schutz dagegen, dass die Zahlung nach der Transaktion der Bitcoins rückgängig gemacht wird. Der Verkäufer hat in diesen Fällen praktisch keine Möglichkeit, seinen Anspruch durchzusetzen. Dazu kommt, dass Dienste wie PayPal oder Skrill in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen derartige Geschäfte explizit untersagen und der Verkäufer damit rechnen muss, dass sein Konto eingefroren und Guthaben einbehalten wird.

Zum Empfangen und Überweisen von Bitcoins kann eine lokale Bitcoin-Software oder eine Onlineplattform benutzt werden.

Bitcoins können entweder bei Onlinebörsen oder Einzelpersonen gegen andere Währungen, elektronisches Geld oder auch Paysafecards getauscht werden. Dabei fallen in der Regel Gebühren an, die je nach Anbieter variieren. Bei Onlinebörsen ist der Betreiber der Börse der Handelspartner, dem der Kunde auch sein Geld anvertraut. [88] Die Handelsgebühren liegen typischerweise bei rund 0,2–1 % des getauschten Betrags. [89]

Die Tauschbörsen sind bisher nicht reguliert, [11] unterliegen jedoch Auflagen zur Erschwerung von Geldwäsche, z. B. in Form von Auszahlungslimits oder Know-your-customer-Prinzipien. [90] Zum Handeln größerer Beträge ist in der Regel ein Identitätsnachweis erforderlich. [91]

Ein- bzw. Auszahlungen erfolgen mit Bitcoins direkt durch die Überweisung auf das bzw. von dem Kunden-Wallet beim Anbieter. Bei anderen Währungen können Einzahlungen häufig als SEPA-Überweisungen vorgenommen werden. Guthaben beim Börsenbetreiber kann auf das eigene Bankkonto wieder ausgezahlt werden, dabei können jedoch zusätzliche Gebühren anfallen.

Die Sicherung der Einlagen ist nicht vorgeschrieben und wird so dem jeweiligen Anbieter überlassen. Die Professionalität und auch Seriosität der Anbieter variiert dabei stark. Da große Beträge und die leichte Beweglichkeit von Bitcoins einen starken Anreiz für Angreifer liefern, Plattformen mit hohen Guthaben zu hacken, kam es in der Vergangenheit zu folgenschweren Einbrüchen, bei denen Kunden mitunter ihre gesamten Einlagen verloren. Aufgrund vielfach aufgetretener Probleme im Bereich Informationssicherheit werben einige Börsen mit verbesserter Sicherheit und bieten teilweise Zertifizierungen ihrer Websites, Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren, Haftung für verlorene Einlagen bis hin zu einer regulären Einlagensicherung für Fiat-Geldbeträge. [92] [93]

Außerdem gibt es Dienste, welche als Wechselstuben einen direkten Umtausch von gängigen Währungen, e-Currencies, und Paysafecards in Bitcoins anbieten. Die Kurse sind vorgegeben, enthaltene Gebühren sind höher als bei den Exchanges und betragen etwa 1,Five bis five %. Diese Services erfordern typischerweise keine Registrierung, so dass man die Bitcoins schnell erwerben und auf sein Wallet überweisen lassen kann.

Es existieren virtuelle „Handelsplätze“, bei denen Interessenten Kauf- und Verkaufsangebote anmelden können. Die Transaktion findet dabei (ähnlich wie oft bei Internetauktionsplattformen) zwischen zwei Privatpersonen statt. Einige Anbieter sichern Transaktionen einseitig durch die Hinterlegung der zu verkaufenden Bitcoins ab und geben diese erst frei, wenn der Verkäufer den Zahlungseingang bestätigt. Bei dieser Form des Handels besteht sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer ein gewisses Risiko, dass der Handelspartner oder auch der Treuhänder sich nicht ehrlich verhalten.

#bitcoin-otc (IRC-Kanal) Bearbeiten

Die älteste Erwerbsmöglichkeit ist ein IRC-Kanal namens „#bitcoin-otc“, wo Tauschangebote zwischen Privatpersonen registriert werden können. Vertrauen wird hergestellt durch ein GnuPG-basiertes Bewertungssystem. Dieses Medium ist technisch vergleichsweise anspruchsvoll.

Lokale Verzeichnisse Bearbeiten

Außerdem existieren z. B. mit den Websites localbitcoins.com regional gegliederte Verzeichnisse von Personen, die Bitcoins in ihrem Wohnort zum Tausch gegen Bargeld anbieten, beispielsweise als Betreiber eines Internetcafés. Die überwiegende Mehrheit der Bitcoin-Nutzer weltweit befindet sich (Stand Ende 2012) in den USA, Kanada, Westeuropa, Australien und den ostasiatischen Pazifikanrainern wie Japan, doch es gibt auch in Ländern wie Malaysia, Südafrika, Saudi-Arabien, Venezuela oder Brasilien schon Tauschmöglichkeiten.

Steuerliche Handhabung Bearbeiten

In Deutschland ist Bitcoin weder gesetzliches Zahlungsmittel, noch E-Geld, Devisen oder Sorten, [12] [94] allerdings ist es nach der Feststellung der BaFin eine Rechnungseinheit (englisch unit of account ), welche in „multilateralen Verrechnungskreisen“ eingesetzt werden kann, und somit Finanzinstrument im Sinne des KWG. [95] Das wurde auch im August two thousand thirteen durch eine Anfrage des Abgeordneten Frank Schäffler an das Bundesfinanzministerium bestätigt, Bitcoin sei eine Art „privates Geld“. [Trio] [Four] [96] Damit ordnet die BaFin Bitcoin als mit Devisen vergleichbare Werteinheiten ein. Weiterhin wären Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoins ein privates Veräußerungsgeschäft und unterlägen damit der Einkommensteuer. [Three] Geschäfte und Transaktionen, die in Bitcoin abgewickelt werden, unterliegen den üblichen Steuerpflichten; sie sind nicht geeignet, legal bspw. einer Umsatzbesteuerung zu entgehen. [97]

In Österreich stellte Niko Alm am 23. Mai two thousand fourteen eine Parlamentarische Anfrage an Finanzminister Michael Spindelegger in Bezug auf die steuerliche und rechtliche Handhabung von Bitcoin. [98] In der Beantwortung der Anfrage wurde klargestellt, dass der Handel mit Bitcoins “steuerbar und steuerpflichtig” sein kann. Jedoch müsse keine “Spekulationssteuer” bezahlt werden, wenn die Bitcoins länger als ein Jahr im Besitz einer Person sind. [99]

Der US-amerikanische Internal Revenue Service hat eine Stellungnahme herausgegeben, die vorsieht, dass Bitcoin als Eigentum (Property) zu besteuern ist. [100] Sofern keine Ausnahmeregelungen für kleine Beträge geschaffen werden, hat diese Einstufung allerdings den Nachteil, dass auch bei Kleingeschäften wie z. B. dem Erwerb einer Tasse Kaffee für alle Nutzer umfangreiche Buchführungspflichten anfallen würden, um die anfallenden Kapitaleinkünfte zu ermitteln.

Der EuGH hat über die Frage, ob Bitcoin von der Mehrwertsteuer befreit werden soll oder nicht, am 22. Oktober two thousand fifteen eine klare Antwort verfasst und Bitcoin als Währung eingestuft. Damit wird klar, dass beim Kauf oder Verkauf von Bitcoin keine Mehrwertsteuer anfällt. [101]

Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Bitcoin-Börsen Bearbeiten

Eines der Risiken bei der Nutzung von Bitcoin-Börsen und Handelsplattformen ist die Ausspähung von Passwörtern durch Erraten oder Cracken schwacher Passwörter oder Malware in Form von Keyloggern. Beim gängigen Onlinebanking wird deswegen in aller Regel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt, beispielsweise in Form von Passwort in Kombination mit mTAN. Eine solche Absicherung durch Implementierungen wie Google Authenticator oder YubiKey wird inzwischen auch von zahlreichen Tauschbörsen angeboten. [102]

Peer-to-Peer-Netz Bearbeiten

Um sich in das Bitcoin-Netz einzuwählen, benötigt die Bitcoin-Software [9] auf dem PC oder dem Smartphone die Kenntnis von IP-Adressen anderer Bitcoin-Nodes. Für die initiale Suche nach anderen Knots (Bootstrapping) wird das Domain Name System verwendet. Der Bitcoin-Client löst einen Domainnamen auf, um die IP-Adressen mehrerer anderer Bitcoin-Nodes zu erhalten. Die für das Bootstrapping verwendeten Domainnamen sind in der Bitcoin-Software fest integriert und die Services werden von Mitgliedern der Bitcoin-Community betrieben. Bereits verbundene Bitcoin-Nodes tauschen bekannte IP-Adressen untereinander aus. Schlägt das Bootstrapping fehl, greift der Bitcoin-Client auf eine mitgelieferte Liste von Bitcoin-Nodes zu.

Der Bitcoin-Client hält eine feste Anzahl von Verbindungen zu beliebigen anderen Bitcoin-Nodes offen. Dadurch entsteht ein unstrukturiertes Overlay-Netz, in dem alle Bitcoin-Nodes untereinander verbunden sind.

Anfangs wurde der Internet Relay Talk für das Bootstrapping verwendet. Der Bitcoin-Client kodierte seine eigene IP-Adresse und Portnummer mit Base58 als Nickname und wählte sich automatisch in einen IRC-Channel ein, um die IP-Adressen anderer Bitcoin-Nodes aus den Nicknamen zu lesen. Nachdem ursprünglich freenode verwendet wurde, wurde mit zunehmender Nutzerzahl Mitte two thousand ten auf irc.lfnet.org ausgewichen. Das IRC-Bootstrapping ist in neueren Software-Versionen aus dem Bitcoin-Client entfernt worden.

Skalierbarkeit Bearbeiten

Zielsetzung der Entwickler von Bitcoin ist es, basierend auf dem vorhandenen Protokoll ein System zu schaffen, welches der Leistungsfähigkeit von großen Zahlungsdienstleistern vergleichbar ist. Das bestehende Netzwerk ist allerdings nur eingeschränkt skalierbar, da Transaktionen von allen Teilnehmern im Peer-to-Peer-Netzwerk empfangen und gespeichert werden müssen. Limitierende Faktoren sind die Bandbreite zum Empfang und Weiterversand von Transaktionen und Blöcken, die CPU-Leistung zur Verifikation eingehender Transaktionen und Blöcke, und die Speicherkapazität zur Speicherung der Blöcke. Übersteigt einer der Faktoren die Kapazität eines einzelnen Teilnehmers, so kann dieser nicht mehr am System teilnehmen. Wird die Kapazität des Gesamtsystems überschritten, steigt die Dauer zur Bestätigung einer Transaktion. Die Teilnehmer müssten die Transaktionsgebühren erhöhen, damit ihre Zahlungen bevorzugt bearbeitet werden.

Nakamoto beschrieb im Whitepaper vereinfachte Bitcoin-Clients, die keine vollständige Verifikation der Ergebnisse durchführen, sondern sich auf einen anderen, vertrauenswürdigen Bitcoin Core verlassen (Simplified Payment Verification). [16] Mit einem solchen Entwurf wäre es möglich, eine hohe Anzahl von Transaktionen über ein kleines Netz von besonders leistungsfähigen Bitcoin-Nodes zu bearbeiten.

Der Sicherheitsexperte Dan Kaminsky kritisiert die Skalierbarkeit von Bitcoin. Seiner Auffassung nach würde das Netzwerk bei einer starken Zunahme von Transaktionen Superknoten erfordern, da die benötigte Rechenkapazität und Bandbreite für normale Teilnehmer zu aufwendig würde. Solche Superknoten würden aber das Bitcoin-Netzwerk zwangsläufig in ein zentralisiertes und hierarchisches Netzwerk verwandeln. Dieses hätte, so Kaminsky, fundamental andere Eigenschaften als das heutige Netzwerk, da die Superknoten effektiv die gleiche Rolle hätten, wie sie heutzutage Banken spielen: Insbesondere hätten sie die Macht, unerwünschte Transaktionen abzulehnen. [103]

Blockchain Bearbeiten

Die Blockchain (dt. ‚Blockkette‘) ist das Journal, in dem alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet werden. Sie besteht aus einer Reihe von Datenblöcken, in denen jeweils eine oder mehrere Transaktionen zusammengefasst und mit einer Prüfsumme versehen sind. Neue Blöcke werden in einem rechenintensiven Prozess erschaffen, der sich Mining nennt, und anschließend über das Netzwerk an die Teilnehmer verbreitet. [104]

Die Transaktionen eines Blocks werden durch einen Merkle-Baum paarweise miteinander gehasht und nur der letzte Hashwert, der Root-Hash, als Prüfsumme im Header des Blocks vermerkt. Das Verketten der Blöcke erfolgt dann mithilfe dieses Root-Hashes. Jeder Block enthält im Header den Hash des gesamten vorherigen Blockheaders, so ist die Reihenfolge der Blöcke eindeutig festgelegt. Außerdem ist dadurch auch das nachträgliche Modifizieren vorangegangener Blöcke bzw. Transaktionen praktisch ausgeschlossen, da die Hashes aller nachfolgenden Blöcke in kurzer Zeit ebenfalls neu berechnet werden müssten. Der erste Block in der Blockchain ist vorgegeben und wird Genesisblock genannt.

Die Blockchain hat derzeit eine Größe von etwa one hundred fifteen GB (Stand: Mai 2017). [105] Sie muss von neu beitretenden Bitcoin-Nodes vollständig heruntergeladen und dabei in der Regel auch auf Gültigkeit geprüft werden. Zudem enthält die Bitcoin-Software eine fest integrierte Liste von wohlbekannten Blöcken aus der Vergangenheit, die mit der heruntergeladenen Blockchain übereinstimmen müssen. Im Original-Paper wurde die Möglichkeit beschrieben, Speicherplatz einzusparen, indem man ältere Transaktionen aus den Blöcken entfernt und nur den Header mit dem Root-Hash behält. [106] :Four Diese Funktionalität ist jedoch bis jetzt nicht in Bitcoin Core implementiert, so dass die gesamte Transaktionshistorie bis zu den Anfängen nachvollziehbar ist.

Beim Erzeugen von Blöcken kann es vorkommen, dass mehrere Bitcoin-Nodes gleichzeitig einen gültigen neuen Block erzeugen. Empfangen die anderen Teilnehmer mehr als einen gültigen neuen Block, entscheiden diese, welchen Block sie übernehmen. In der Regel ist das der erste empfangene Block. In seltenen Fällen kann es zu einem Fork in der Blockchain kommen, bei der die Kette verzweigt und beide Zweige mit gültigen neuen Blöcken fortgeführt werden. In solch einem Fall setzt sich irgendwann der Fork mit der längeren Kette durch, weil angenommen wird, dass dahinter die Mehrheit der Teilnehmer steht. [107]

Die erste Transaktion in einem Block enthält die Überweisung der neu erzeugten Bitcoins und der Transaktionsgebühren. [108] Die Menge der neu erzeugten Bitcoins ist derzeit auf 12,Five Bitcoins pro Block beschränkt. Versucht ein Bitcoin-Node, mehr Bitcoins zu erzeugen als ihm zustehen, wird sein Block von anderen Bitcoin-Nodes nicht akzeptiert. Ursprünglich wurden fifty Bitcoins pro Block erzeugt. Diese Zahl halbiert sich alle 210.000 Blöcke, was etwa vier Jahren entspricht, so dass die maximale Anzahl an Bitcoins, die jemals erzeugt werden können, auf twenty one Millionen festgelegt ist. Da ein Bitcoin (in der aktuellen Bitcoin-Core-Version) in one hundred Millionen Einheiten (Satoshis) unterteilt werden kann, ergibt sich eine Gesamtzahl von Two,1·10 fifteen , d. h. Two,1 Billiarden diskreten Einheiten.

Bitcoin-Wallets Bearbeiten

Ein Bitcoin-Wallet ist eine spezielle Software für das Bitcoin-System. [9] Die Wallets unterscheiden sich bezüglich der Anzahl an Funktionen und bezüglich der Handhabung der Blockchain. Diese stellt ein Verzeichnis aller bisherigen Transaktionen dar, welches bei vollständigem Herunterladen über one hundred Gigabyte Speicherplatz und eine entsprechend lange Zeit benötigt.

Related video:

Leave a Reply